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Aufgabenspektrum und Handlungsstrukturen des betrieblichen Ausbildungspersonals

von Brünner, Kathrin
Seiten: 319
ISBN: 978-3-940625-40-3
Erscheinungsdatum: Juli 2014
Reihe: Wirtschaftspädagogisches Forum Band 47
Preis: 39,90 €
inkl. MWSt. zuzügl. Versandkosten
Beschreibung

Selbstwahrnehmung und Fremdattribuierung im Kontext von Berufskonzept und Professionalisierung


Unbestritten stellt das betriebliche Ausbildungspersonal eine substanzielle Säule im dualen Berufsausbildungssystem dar. Während sich die Disziplin der Berufs- und Wirtschaftspädagogik noch in den 1970er und 80er Jahren dem Gegenstandsbereich der Ausbilderforschung in ihrem Kernbereich gewidmet hat, sind in den aktuellen Forschungen theoriegeleitete, berufsbildungstheoretisch oder empirisch fundierte Arbeiten zum Thema nahezu vergeblich zu suchen. Eine Ausbilderforschung, die sich auf Aus- und Weiterbildungsnotwendigkeiten, auf Fragen der Tätigkeitsstrukturen, der Arbeitssituation, des Berufsbewusstseins, der Autonomie der Berufsausübung und mithin auf die Problemlage ‚Professionalisierung‘ bezieht, existiert nur in Ansätzen. Gleichzeitig sind die curricularen Diskurse zur Gruppe des betriebliche Ausbildungspersonal seit Einführung der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) vor über 40 Jahren geprägt von einem Leitbild des hauptberuflich-tätigen, den Gesamtprozess der Berufsausbildung verantwortenden und betriebliche Lehr-Lernprozesse mikrodidaktisch gestaltenden „Ausbilders“, der in der betrieblichen Realität vergeblich zu suchen ist.

Diese Defizite greift die vorliegende Studie auf und nimmt die in der AEVO verankerten normativen Vorgaben als Ausgangspunkt, um Aufgaben und Handlungsstrukturen von unterschiedlichen Akteuren im betrieblichen Ausbildungsprozess auszudifferenzieren und zu erarbeiten, ob und wie sich diese in Aufgabenprofilen von Ausbildern und Ausbilderinnen niederschlagen. Eine Dokumentenanalyse von 332 Stellenanzeigen und eine darauf aufbauende Befragung von 48 Mitarbeitern, die in zehn Betrieben in der Ausbildung eingebunden sind, liefern das empirische Fundament der Arbeit. Zusätzlich werden vier exemplarische betriebliche Fallstudien aus dem qualitativen Befragungssetting heraus generiert, die zur Beschreibung von sechs Typen des betrieblichen Ausbildungspersonals führen. Ausgehend von den sechs Profilen, die sich im Hinblick auf mikro- und makrodidaktische sowie pädagogisch-organisatorische Aufgabenschwerpunkte unterscheiden, lässt sich damit die Heterogenität der Gruppe aufzeigen und gleichzeitig reduzieren. Die Studie erlaubt eine differenzierte, in Teilen auch defizitär- und problemorientierte Betrachtung auf den Ebenen von Professionalität und Professionalisierung. Die Arbeit richtet sich damit an alle, die sich mit Fragen der Qualifizierung, Professionalisierung und Professionalität des betrieblichen Ausbildungspersonals in der berufs- und betriebspädagogischen Wissenschaft und Praxis beschäftigen.

 

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